KORNKREISE

26. Februar 2014 at 11:56

Seit vielen Jahren (einzelne Quellen sprechen von Jahrhunderten) gibt es Erscheinungen im reifenden Korn weltweiter Getreidefelder, die einen ganz eigenen Zauber verströmen. Wir nennen diese Muster, geometrischen Figuren und äußerst kunstvollen Landschaftsbilder (manchmal sogar in 3-D) schlicht Kornkreise.

Dabei sind diese Kunstwerke, die dem Goldenen Schnitt (dem gestaltenden Ordnungsprinzip der Natur) verhaftet sind, oft alles andere als schlicht.

Buchstabensalat

Das Phänomen hat seine Wiege im pittoresken County of Marlborough in Südwestengland. Die Felder der Bauern zwischen Alton Barnes, Hackpen Hill, Barbury Castle und Pewsey sind zwischen April und September alle Jahre wieder künstlerisch geschmückt – was längst nicht mehr alle Farmer freut.

Die Fans der Kornkreise – die sogenannten ‚Croppies‘ – kommen aus aller Welt. Ein Treffpunkt der ersten Stunde ist der „The Barnes Inn – Honeystreet“ . Hier konnte (und kann) man sich nach abgewendeter Insolvenz mit seinen ganz persönlichen Theorien zur Entstehung, dem Sinn oder Un-Sinn der Kreise, dem menschlichen Faktor oder der außerirdischen Herkunft, dem Vortex- oder Kreiselwellen-Ansatz und natürlich zum mysteriösen Ursprung der Lichtkugeln über den Feldern die Köpfe heißreden.

Das Land ist ebenso mystisch wie die Geschichten rund ums spiralig verwobene Korn. Aber immer wieder finden sich vielversprechende Forschungsansätze, Menschen mit Herz, Hirn und Hand am rechten Fleck und mit der nötigen Hingabe, um der innewohnenden Bedeutung der Cropcircles Ausdruck zu geben und ihre Botschaft ins Bewusstsein der Betrachter zu heben, die sich an der künstlerisch-spirituellen Schönheit erfreuen können und wollen.

Nach drei Jahrzehnten der Kontroversen um Doug oder Dave, um echt oder falsch, um Hokuspokus oder Philosophie sind die neuen Erkenntnisansätze tiefschürfender geworden. Die tollen Luftaufnahmen von Steve Alexander, die Forschungsergebnisse von Andreas Müller und die Kornkreiskunst von Jay Goldner nebst Kornkreis-Erkenntnisphilosophie haben die Landschaftskunst und Formensprache einem breiteren Publikum verständlich gemacht.

Wer sich einmal durch eine Kornkreisformation bewegt hat oder gar Augenzeuge der „blitzartigen“ Entstehung wurde, kann sich dem Phänomen nicht mehr entziehen. Kornkreise (und ihre Symbolik) berühren viele Menschen auf eine Weise, die mit Meditation, mit Einsicht, mit Ehrfurcht und mit Bewusstseinsveränderung zu tun hat.

Aus meinem persönlichen Erleben und meiner ganz individuellen Wahrnehmung heraus würde ich die Kornkreise irgendwo zwischen Kreativität, Kunst, Religion, Esoterik und Wissenschaft ansiedeln. Und wem das ein zu breit angelegtes Feld ist, dem empfehle ich die persönliche Betrachtung. Mit Menschsein haben die Kornkreise nämlich nicht nur die „Julia-Menge“ gemein.

Entdecken Sie selbst:

http://www.kornkreiswelt.at/einsteiger/einfuehrung

http://www.kornkreiskunst.de

http://www.temporarytemples.co.uk

http://www.kornkreise-forschung.de