Ein Gedicht in jedem Wort

3. Dezember 2013 at 19:56

Buchstabensalat

Schreiben Sie auch schöne Gedichte – und verschenken Sie die Verse zu jeder Gelegenheit an Ihre Lieben!

Gemeinsam Dichten macht nicht nur Spaß: „Schreiben heißt, sich selber heilen!“

DER JAHRESZEITENDICHTER

TIPPS für Kreative

3. Dezember 2013 at 12:05

In loser Reihenfolge werde ich an dieser Stelle meinen Lesern vollkommen subjektive Hinweise geben.

„Zeitzuleben“ ist eine sehr vielfältige Seite, die sich mit Selbsthilfe, Motivation und Persönlichkeitsbildung beschäftigt. Und, hey liebe Leute, ehe nun wieder der Kommentar kommt „Die wollen ja nur verkaufen!“. Von Kreativität, Hilfe zur Selbsthilfe und Kunst seinen Lebensunterhalt zu fristen, ist ein extrem schwieriges Unterfangen. Ich denke, das Thema „Lebensunterhalt“ ist für jeden Menschen aller Ehren wert. Seltsamerweise beschwert sich niemand beim Bäcker, dem Handy-Verkäufer oder dem Hausarzt, wenn er über Backrezepte, Klingelton-Angebote oder Pharmaprodukte Kundenbindung erzeugt.

Wir wollen alle von unserer Arbeit leben können. Oder wir müssen endlich Arbeit von Lohn entkoppeln. Aber das ist wieder ein anderes Thema – wenn auch ein sinnvolles, gutes, fruchtbares, zukunftsweisendes 😉 !

Ich finde die Seite außerordentlich informativ:

http://www.zeitzuleben.de/2044-10-tipps-sich-selbst-zu-motivieren/

Angeln

3. Dezember 2013 at 10:38

DAS LAND DER SPRECHENDEN NAMEN

Es gibt Münchener in Hamburg, Wölfe im Schafspelz, Stürme im Wasserglas und den Mann im Mond. Doch was, um alles in der Welt, hat ein frankophiler Rheinländer – »enne wascheschte Öscher Jonge (Aachen, wa?!)« – nördlich von Haithabu, im Land der Wikinger, verloren?

   Nun, verloren hat er nichts, aber dafür etwas gefunden: die Liebe, nämlich. Die Liebe zu seiner Frau hat ihn vor 27 Jahren in den Norden geführt. Hier wurden ihm drei Kinder geboren; hier begann er zu schreiben; hier fand er Freunde, Muße, Muse und Heimat. Über die Jahre ist noch eine andere Liebe gewachsen: die Liebe zum Land zwischen den Meeren und die Zuneigung zu den Menschen, die es auf meist freundliche, oft erfrischende, immer aber beharrliche Art und Weise mit ihrem Leben erfüllen.

   Hier und da gibt es ein paar unwirsche Wirrköpfe; linke Larifaris, rechte Randalierer, nördliche Hochnasen und südliche Tiefflieger. Aber gibt es die nicht überall? Sie werden mit Langmut ertragen. Es sind so wenige, dass man sich diese Nachsicht sogar leisten kann, weil sie das Image abrundet. ‚Hexenverbrennung und Inquisition sind unsere Sache nicht‘, sagen die Besonnenen. ‚Sollen die Südländer sich damit befassen.‘ Vielleicht verstehen die Nordlichter eher als andere, dass die Stärke einer Gemeinschaft am Umgang mit ihren schwächsten Gliedern bemessen wird.

   Ja, die Uhren ticken anders bei uns! Die Stürme blasen heftiger und richten doch weniger Schäden an. Die Luft riecht salziger, das Wasser schmeckt süßer, die Wälder tragen später Laub. Der Regen fällt oft, dafür aber heftiger. Die Sommernächte schlafen kürzer, die Wiesen sind von saftigerem Grün, und der Raps kleidet sich in goldeneres Gelb als anderswo; wir sind eben dichter dran an der Natur. Und als Ausgleich ein bisschen weiter weg vom Schuss. Im Ernst: Wer begibt sich schon freiwillig in die direkte Schusslinie? Nervenkitzel ist etwas für Großstadtmenschen. Wir hier oben lassen lieber die Seele baumeln als die Nerven kitzeln. Die Uhren ticken anders. Nicht langsamer; auch nicht schneller; einfach anders.

   Leider trifft das Klischee von der heilen Welt nicht auf alle Lebensbereiche zu. Seinen Lebensunterhalt muss man sich auch im idyllischen Norden verdienen. Der arme Poet versucht das halt mit dem Verfassen mehr oder minder poetischer Literatur (und wird deshalb wohl immer arm bleiben). An Geld mag es mangeln, an Eindrücken nicht.

   Flensburg sei nicht unbedingt der Nabel der Welt, heißt es. Dabei hat die Stadt hat eine ganze Menge mit der Weltstadt San Franzisko gemein. Sie liegt an einer Bucht (nebenbei bemerkt: an der größten Förde Mitteleuropas. Die Naturfrische hat einen heimeligen Hafen und ihre Bewohner sind weltoffener als Binnenländer – vielleicht wegen des Hafens und seiner wechselhaften Geschichte. Die Schöne ist auf Hügeln erbaut, und auch in Flensburg gehören die Stadtplaner zur Spezies der verkannten Visionäre: eine zweispurige „Tangente“ mitten durch die Stadt, das neomonolithische Rathaus, ein Terrassen-Pissoir am historischen Südermarkt, ein historisches Stadttor, dass von Glas- und Stahlarkaden erschlagen wird, Schicki-Micki-Sarkophage für betuchte Pfeffersäcke, die die Hafenlinie und den Bürgerwillen unter sich begraben und noch eine (und noch eine und…) größenwahnsinnige Einkaufsgalerie mit dem Charme der Beliebigkeit legen weithin sichtbar Zeugnis von der Einfalt der Einfälle ab und sind doch nur wenige Fälle unter vielen… Zum ausgleichenden Augenschmaus kann der Besucher an jeder Ecke und in zahllosen Hinterhöfen, den alten Speichern aus Flensburgs ru(h)mreicher Vergangenheit, Historie und Histörchen schnuppern, sich an einer quirligen Kulturszene erfreuen und den Rätseln einer Vergangenheit nachspüren, die überall lebendig weil anschaulich ist. Was bedeutet der Sarkophag im Spiegelkabinett? Die Form des Christiansenparks? Wie kam Flensburg zu seinem Namen? Oder zu seinem Mittelpunkt? Was hat die Rum-Regatta mit Rum zu tun und woher kommt dieses einzigartige – „Ich sach ma: Charisma!“ – Flair?

   Oder Schleswig, das Kleinod an der Schlei, mit seiner Wikingervergangenheit und einer Kultur- und Stadtgeschichte, die reicht, um mehr als die Geschichtsbücher eines Jahrtausends zu füllen. Eine Kleinstadt, die mehr Charme und mehr Herz als manche Großstadt zu bieten hat, deren Kultur- und Wirtschaftsleben aber nie mehr aus dem Dornröschenschlaf zu erwachen scheinen (und das ist auch gut so!).

  Schleswig hat den Holm, die winzigen, windschiefen Fischerhäuschen, das St. Johanniskloster mit den adeligen Damen, den Dom, Schloss Gottorf, den begehbaren Globus und natürlich schlägt hier das Herz der Wikingerwelt des 21. Jahrhunderts. Und Schleswig bleibt manch drohender Bausünde gegenüber streitbar, um sich die einzigartige Mixtur aus reicher Kulturlandschaft und nordischer Naturschönheit nicht verderben zu lassen.

   Husum, die kleine Graue, die so gar keine graue Maus mehr ist.

   Friedrichstadt, das Klein-Amsterdam des Nordens.

   Rendsburg, Heide, Eckernförde, Bordesholm, Eutin, Plön, Lübeck, die Holsteinische Schweiz, die Seen, die Wälder, die unendlich vielfältigen Küstenlinien.

   Liebliche Ostseegestade und rauer Inselcharme der Nordsee. Die Liste lässt sich fortsetzen. Die Naturschönheiten sind ebenso zahlreich wie die Kleinstädte und die echten, gewachsenen Dörfer mit dem besonderen Charakter und Lebensgefühl.

    Dann ist da noch Angeln; das Land der Knicks, der Hünengräber und der Mühlen. Das Land zwischen den Förden, von der Eiszeit geformt; mit nie versiegenden, eisblauen Bächen; mit blühenden Frühlingsfeldern gelber Rapskissen im Schutze grüner Hügel; das Land der lebendigen Geschichte, der bedächtigen Menschen und der sprechenden Ortsnamen.

   Der Reisende kommt durch Klappholz, mag nach Mohrkirch oder durch Freienwill fahren und sieht überall Spuren einer deutschdänischen Vergangenheit, kann erkennen, dass dieses Land seine Bewohner nicht mit Aufregung und Abenteuern begleitet, sondern jeden, der sich auf Angeln einlässt, mit etwas von viel größerem Bestand beschenkt: mit Respekt vor der Natur und Achtung vor ihren Schöpfungen.

   Die Menschen zwischen den Meeren machen Schleswig-Holstein zu dem einzigartigen Kultur-, Erlebnis- und Brückenland, das Mitteleuropa an Skandinavien anbindet und die herbe und urtümliche Schönheit des Nordens mit den lebensfrohen und feinsinnigen Kulturgütern des Südens versöhnt.

   Nach mehr als der Hälfte des Lebens in der neuen Heimat ringe ich mit mir, ob ich die Schönheit des Flensburg-Fjords, der Eiszeit-Landschaft Angeln, der gewachsenen Dörfer rings um die wundersame Schlei lieber für mich behalte – ein Geheimtipp spricht sich immer so schnell herum. Selbstverständlich schreiben alle Heimatschriftsteller von der Schönheit ihrer Lebenswelt. Aber ich, liebe Reisende, ich habe wirklich gute Gründe ohne Ende für mein Loblied. Kommt einfach mal vorbei und seht selbst! 😉

aus: „DER PIEPMOTZ – politisch unkorrekt, garantiert voreingenommen, gnadenlos subjektiv, genial gut! AUSGABE 1, Oktober 2013.“

 

Schottland – eine Schatzkammer am Rande Europas

2. Dezember 2013 at 19:42

Schottland – eine Schatzkammer am Rande Europas

Wo beginnt die Welt? Kennt eine Kugel Anfang und Ende? Ist alle Vielfalt der Natur Gottes Werk?

Unser schottisches Intermezzo begann mit einem Zufall.

Hungrig nach Eindrücken, mit vernehmlich knurrendem Fernweh in der nach drei Kindern und fünfzehn Urlaubsdürrejahren immer noch rastlosen Reisenden-Seele, streifte der Jäger und Sammler auf der Suche nach Beute, die in der gemütlichsten Höhle nicht zu erlegen ist, mit unstetem Blick und flatternder Hand durch „www.die-weite.Welt-oderso“.

Es gab Flüge zu versteigern: eine Handvoll Thailand mit Traumstrand nach dem Tsunami, danke nein! Lieber eine Prise Madagaskar, mal schnuppern? Gab es da nicht die Pest? Oder Honolulu am Mittag mit Mauna-Wolke und abends dann Mauka und Hangloose auf Kauai? Tasmanische Teufeleien Down Under? Sehr exotisch, sehr verlockend, sehr weit! Für unsere erste Reise ohne Kinder zu zweit zu weit. Schweden – zum Ersten, Sizilien – zum Zweiten, den Zuschlag erhält: Schottland!

„Oh, nein!“, entwich es meiner Herzallerliebsten. „Ich tanze Flamenco, ich liebe Wüstenglut, bernsteinfarbene Haut und Sonnenuntergänge über dem Mittelmeer. Und was machst du, kommst mir mit Schottland! Haben die überhaupt schon Strom und fließend Wasser? Außer vom Himmel herab! Da regnet es Tag und Nacht, und Nessie ist auch bloß eine MarketingMogelpackung.“

Zugegeben, mit bernsteinfarbener Haut tun sie sich schwer, die Nachkommen der rotblonden Wikinger, der robusten Pikten und der rauen Skoten. Sonnenverwöhnt mögen sie nicht sein, dafür sind sie aber perfekt an die realen Erfordernisse von Raum und Zeit angepasst. Auch mit dem Regen geizt der Himmel über den Schotten durchaus mehr, als das Klischee verspricht. Als Ausgleich für mediterrane Sonnenuntergänge und südländisches Savoir-Vivre haben die stolzen Nordländer aus Gerstenmalz und Wasser den Bernstein farblich, geschmacklich und alkoholisch zu einer Sinfonie nie gekannter Genüsse komponiert und dieses wahre Gold des Nordens auf den Namen Whiskey getauft. Geschickt exportieren sie dergestalt schottische Identität in alle Welt. Schluck für Schluck schmeichelt und entlockt er zentralbrasilianischen wie hinterindischen Kehlen gurrende bis rauchige Laute des Wohlbehagens. Und mit jedem Tropfen River Spey und Glen Avon sickert auch ein Hauch der schottischen Seele in das Unterbewusste der weltweiten Feinschlucker und –schmeckergemeinde. Gleichzeitig birgt dieser wunderbare Tropfen ein weiteres Geheimnis, das wir erst am Ende unserer Reise verstehen werden.

Mit Klischees von spröden Heidelandschaften, wabernden Nebelschwaden in feuchtkalten Sommernächten und drögen Eingeborenen, die nackte Männerbeine, schräge Musik aus gequetschten Säcken und kaltgepresste Schafeingeweide als gehobene Lebensart proklamieren, schwer beladen, kehren wir unserer ach so vorurteilslosen, deutschen Heimat den Rücken.

„Auf der Spurensuche nach unseren Angeliter Vorfahren, die sich auf den Hebriden und anderen Inseln im Norden Schottlands sogar mit einer Felsen-Graffitti verewigt haben sollen“, wie ich meiner Mallorca-noch-immer-nicht-missen-mögenden Gattin tröstend versichere.

Die erste Überraschung gibt es gratis gleich bei der Landung. Am Flughafen herrscht ein babylonisches Treiben – G-8-Gipfel in Edinburgh. Schottland präsentiert sich für 3 Tage als Gastgeber für den exklusiven Club der mächtigsten Globalisierer dieser Welt. Die weltoffene Freundlichkeit, mit der das geschieht, atomisiert unser erstes Klischee – Schotten seien barsche Eigenbrötler mit einem Hang zum Sektiererischen. Die Realität im 3. Jahrtausend überrascht uns mit mildem Sommerwetter, einem Bad am goldüberfluteten Atlantikstrand von Prestwick und einem freundlichen Polizisten, der sein Motorrad stehend, mit Sonnenbrille, Skistiefeln und flatterndem T-Shirt bewaffnet durch die sanften Brandungswellen zu uns ins Wasser bugsiert.

„Hi, Folks! Was macht ihr denn hier?“

„Baden! Und schottische Polizisten, fahren die immer mit ihren Motorrädern durch die Brandung.“

Mit breitem Lachen entgegnet der Gesetzeshüter: „Die Welt ist zu Besuch, Leute! Ich muss den Strand sichern. Morgen habe ich frei. Genießt euren Urlaub. Ihr seht ja, Schottland ist wunderschön!“

Freundlich mit dem Motorrad wackelnd zuckelt er zum nächsten informellen Schwätzchen davon. Später sehen wir ihn noch einmal winkend am Horizont. Schottland ist auf unvergleichliche Art und Weise in der Moderne angekommen. Und wir in Schottland. Die erste Gemeinsamkeit mit Angeln ist schnell entdeckt. Die Küste in Richtung Glasgow ist dünn besiedelt – eine karge Landschaft mit lieblichen Flecken Grün dazwischen, mit einem besonderen Licht und freundlich-zurückhaltenden Menschen.

Am nächsten Morgen beginnt unser näheres Kennlernen. Bei strahlendem Sonnenschein – und schottischem Frühstück. Das Land hält weit mehr Überraschungen für uns bereit als herzliche Bewohner. Zweideutig wie dieser Satz, so sind auch unsere ersten Eindrücke.

Glasgow lassen wir am Rande liegen, was, wie uns allerorts versichert wird, unser erster Fehler sei. Doch den können wir bald vergessen. Am Loch Lomond brennt uns die Sonne auf den Pelz, dass selbst meiner Herzallerliebsten ein andalusisches „Ola!“ entfährt. Verträumte Dörfer mit reetgedeckten Fachwerkhäusern, windschiefen Wänden zwischen üppig begrünten Hügeln und lichten Kiefernwäldern laden uns zum Verweilen ein. Doch noch spüren wir das Zerren unserer begrenzten Zeit, obwohl sich schon erste Momente einer gewissen Verlangsamung in unsere Tour geschlichen haben. In Balmaha glitzern die blauen Wasser des Loch Lomond so verlockend, das wir an einem verwitterten Kai mit hübschen kleinen Yachten beschließen, der Illusion der Zeit nachzuspüren. Vielleicht gehen die Uhren wirklich langsamer in diesem Teil der Welt? Die zweite Gemeinsamkeit mit unserer Heimat.

Wir klettern auf einen Berg am Ufer und finden uns atemlos vor einer unvergleichlich schönen Naturkulisse: Mehrere kleine Inseln – bewohnte und unbewohnte – im See liegen dort wie grüne Saphire auf nachtblauem Samt. Riesenfarne wiegen sich sachte im Wind. Ein Schmetterling flattert gemächlich vorbei. Die saftige, gelbe Blume lässt ihn kalt. Davon gibt es mehr als genug. Der rote Mohn am Saum des Waldes hat es ihm angetan. Ein Vogel zwitschert. Sonst ist es still. Schwalben kreisen schweigend am wolkenlosen, azurblauen Himmel und schnappen nach unsichtbaren Mücken, die sich mit der warmen Luft so hoch empor gehoben haben, dass sie sich in keinem Baumwipfel mehr verstecken können. Fernab der Zivilisation könnte es nicht schöner sein, als jäh eine Nikon bewaffnete Touristenhorde aus dem Unterholz bricht. Am Rande unseres Aussichtsfelsens steht ein Zelt. Seine Bewohner haben ihren Müll und die Reste mehrerer Grillfeste auf dem Felsen verteilt. Auch hier scheint die Moderne Einzug gehalten zu haben.

Zusehends beginnen wir zu verstehen: Schottland ist Antwort auf viele Fragen, doch Antwort erhält man nur, wenn man die richtigen Fragen stellt! Zunächst sammeln wir fleißig weitere Eindrücke: das verwunschene Tal am Loch Ard, die Abgeschiedenheit am Loch Katrine, die Einsamkeit am Loch Arklet, allesamt Landschaften von archaischer Größe, meint man, beim ersten Erleben. Doch dann trifft man Menschen. Und die erzählen. Berichten von den Waldbränden im Elizabeth National Forest. Von der Arbeitslosigkeit, weil Jahrzehnte lang ohne Sinn und Verstand abgeholzt wurde, ohne aufzuforsten. Von Rob Roy, dem Nationalschurken, der sich in dieser Gegend vor seinen englischen Häschern und seinen schottischen Gläubigern versteckte. Von den Touristen, ohne die so manche Familie in die Städte auswandern müsste, weil sie ausschließlich vom Bed & Breakfast leben. Antworten auf Fragen. Überall Gemeinsamkeiten –  und Gegensätze: Karge Landschaften, spröde Menschen. Gemütliche Dörfer, Zeit für ein Schwätzchen von Tür zu Tür. Sprechende Namen und Namenlose mit Geschichten, Anekdoten und Geschichte.

Auch ungefragt erfährt man so manches. Stoney Park, das herrliche Herrenhaus mit den dicken Plüschteppichen, die alle Geräusche schlucken und uns himmlischen Schlaf schenkten, errichtet von einem Architekten, der nur drei Häuser baute: dieses hier in Aberfoyle, eines in Australien und eines in Neu-England. Mit einer mächtigen Treppe aus Eichenholz, die selbst vor deutschen Bombern Schutz bot, die über den Firth of Forth, Callandar und Loch Lomond in Richtung Glasgow eindrehten, um die Brücken über den River of Clyde zu zerstören. Geschichte ist überall in Schottland lebendig. Die Schauplätze sind allesamt bekannt, ja berühmt. Urquhart und Inveraray Castle. Das Schlachtfeld von Culloden. Ullapool, Oban, Portree. Hollywood hat kaum ein Küstenstädtchen und erst recht kein altes Gemäuer ausgelassen. Harry Potter war genauso hier wie Mel Gibson als Robert the Bruce, Liam Neeson als Rob Roy und Roger Moore oder Sean Connery als James Bond. Schottland hat große Literaten hervorgebracht und große Literatur. Schotten geizen niemals mit Geschichten. Die Weite des Landes weitet auch das Gemüt.

Die Luft in den Highlands ist anders: Getrieben und gepeitscht von atlantischen Winden atmet sie überall sprudelndes, perlendes, mooriges, quellendes, quietschendes Nass. Von Moosen und Flechten überwuchert durchqueren Bergrücken wie eine Wirbelsäule aus Gneis das Land, reflektieren mal schwarzes, mal grünweißes Licht, tauchen Täler und Höhen in Tupfer von Nebeln und flüssiger Jade.

Natürlich führen alle Wege ins nördliche Hochland am Loch Ness vorbei. Auch wir spähen angestrengt in die kabbeligen, kreuz- und querlaufenden, kleinen Wellen und trauen unseren eigenen Sinneseindrücken nicht, weil wir ahnen, wie leicht man wahrnimmt, was man so sehr wünscht wahrzunehmen. Das Loch liegt groß und grau zu unseren Füßen. Irgendwie fad und öde, vom überreizten Ruhm des eigenen Mythos zehrend. Loch Ness wurde nicht nur in alle erdenklichen Richtungen durchtaucht, be-ultraschallt und satellitengestützt durchleuchtet, zuletzt hat man es sogar leer laufen lassen – computergesteuert, aber immerhin. Auch hier ist Geschichte überaus lebendig von der Neuzeit überholt, entzaubert worden. Kultur hat sich mit Macht vor die Natur geschoben. Ein Eindruck, der sich hinter jeder Biegung, in jedem Tal, bei jeder neuen Aussicht zur Einsicht verfestigt.

Die Natur ist von berauschender Schönheit: die weißschäumenden Wasser der Fälle von Dochart, die Schwarzen Berge im Hochland von Loch Tulla, die liebliche Landschaft um das Loch Lomond, italienischer als der Lago Maggiore, oder der Mull of Kintyre, mediterraner als die korsischen Küstengewässer, die herbschöne Isle of Skye, die Nordsee nördlich von Inverness an den goldenen Gestaden von Nairn, die Silberstrände der Atlantikküste bei Mallaig, eine Verheißung des versunkenen Atlantis? Überall üppig blühende Tränende Herzen, Rhododendren und Azaleen. Wir kommen kaum hinterher, unsere Sinne zu sortieren, weil wir von Düften und Blicken, von Stimmungen und Klängen und dem alles untermalenden Geschmack goldenen Gerstenmalzes überflutet werden.

Man könnte diese Aufzählung beliebig fortführen. Aber immer ist da auch diese andere Komponente von Schottland. Die Natur ist schon lange nicht mehr wild und unberührt. Die Wälder sind längst abgeholzt und großen, einsamen Heideflächen gewichen. Kein Tal, in dem nicht mindestens eine trutzige Burg die Handschrift und den Namen eines Kultur schaffenden Clans trägt. Kein Hafen oder Museum, wo nicht ein Dudelsackspieler Touristen um ein Schmerzensgeld antönt, -fleht, -flennt, -heult und -brummt.

Nicht nur die Schlösser und Burgen selbst zeugen vom zähen Ringen des Menschen mit der so schwer zu zähmenden Natur. Zeugnisse kühner Architektur und Ingenieurskunst gibt es in Schottland in einer eindrucksvollen Dichte: Talsperren, Wasserkraftwerke, Windparks, stolz geschwungene Brücken, Burgen mit Zinnen und Türmen, mit Mauern, die Jahrtausenden trotzten, mit Bewohnern von Rom bis Norwegen, lange bevor es Norwegen, das Zwillingsland Schottlands, im Bewusstsein der Europäer gab. Steinkreise und Hügelgräber aus der späten Stein- und frühen Eisenzeit mit Graffiti von durchziehenden Wikingern zeigen, dass sich Natur und Kultur schon lange vor unserer Zeitrechnung im prägenden Wettstreit miteinander befanden.

Auf einen echten Angeliter sind wir dann auch noch gestoßen – in einem Weiler abseits der großen Touristenströme hat sich ein Schotte mit der exklusiven Zucht des großen Angeliter Hausschweins selbständig gemacht. Er hatte die Nase voll von Hochlandrindern oder kostenintensiver Lachszucht in überdüngten und virenbefallenen Fjorden und hat sich für das robuste Hausschwein entschieden. Dessen Urahnen kommen aus Neumünster. Immerhin, fast so was wie eine dritte Spur auf unserer Spurensuche zwischen Angeln und Aberdeen.  Doch zurück zum Menschen und Menschengemachtes.

Das gigantische Schiffshebewerk Neptune’s Staircase in Fort William ist ein weiteres Beispiel für unseren wiederkehrenden Eindruck von einer einzigartigen Symbiose der ge-staltenden Kräfte dieses Fleckens Erde. Parallel zum Caledonian Canal verläuft der Fluss Lochy. An seinem gegenüberliegenden Ufer stehen die mächtigen Überreste von Inverlochy Castle. Hier hausten Römer, Wikinger, Normannen, Engländer und Schotten, und alle hinterließen ihre Spuren. Münzen, die aus dem Handel mit Haithabu stammten, findet man in vielen Museen. Und zahlreiche Plätze, die zum Verweilen einladen und zu Ausrufen wie jenem, den wir im Highland an einer Raststätte mit besonders spektakulärer Aussicht lasen: „Rest and be thankful!“ Wir blieben dankbar, solange es dauerte. Und mit uns war die Welt zu Gast.

Am Tag unserer Abreise ging auch das Treffen der G-8 zu Ende. Ein Gruppe junger, französischer Gipfel-Gegner kampiert am Atlantik-Strand von Prestwick. Eine Promenade wie in einem südenglischen Seebad, mit grandioser Aussicht über den Firth of Clyde, einem Postkartensonnenuntergang über den Gipfeln der Insel Arran und halbnackten Körpern in schäumender Brandung. Ein paar Weinflaschen machen die Runde. Plötzlich, ein Polizei-Jeep am Strand, ein blinkendes Blaulicht, rennende Nymphen, hektische Kavaliere mit hastig herbei geschafften Hosen. Der deutsche Beobachter mutmaßt selbst nach 8 Tagen Highlands das Einschreiten der Polizeigewalt. Doch die ziehen ab – und kommen nach 20 Minuten mit einer Riesenfuhre Fish & Chips für die jungen Leute zurück.

„Freedom for Scotland!“, skandieren die mittlerweile frierenden Franzosen aus Dankbarkeit am Strand von Prestwick.

Schottland hat sich längst befreit und seine eigene Identität gefunden. Unverwechselbar wie das Land sind auch die Menschen, die es schufen. Am Eilean Donan Castle erreichte uns die Nachricht von den Londoner U-Bahn-Bomben. Der Ticketverkäufer, ein weißhaariger alter Schotte, war erstarrt in Angst und Sorge und Mitgefühl um seine Landsleute in London. Tränen liefen ihm übers Gesicht. Seine Arbeit konnte er nicht fortsetzen.

Natürlich gibt es auch heute noch Highlander und den Rest der Welt. Und es ist auch wahr, dass die wilden Skoten und Pikten sich nur höchst ungern mit Angeln und Sachsen und Römern und Normannen vermischten. Geschehen ist es dennoch. Seitdem sind die Menschen sich näher gekommen. Und diese Begegnungen beginnen, auch uns zu verändern. In unseren 8 Tagen in Schottland konnte man das allerorts spüren.

Vielleicht kennt eine Kugel keinen Anfang und kein Ende, doch sie birgt einen Schatz, der allen gemeinsam gehört. Schottland lehrt uns, dass Natur und Kultur sich immer dann in schönster Vielfalt gegenseitig gestalten und bereichern können, wenn Menschen sich in Gastfreundschaft begegnen. Da haben wir die 3. Gemeinsamkeit unserer Spurensuche. Ja, Schottland ist eine Schatzkammer am Rande Europas. Und das ist die 4. Parallele zu Angeln, dieser Schleswiger Schatzkammer am Rande der Ostsee. Darauf erheben wir unser Mitbringsel – wie sollte es anders sein – einen flüssigen Bernsteintrank: Prosit!

Übrigens ist es schottischer Brauch, jede Begegnung mit einem kräftigen Schluck Scotch zu feiern. Auch schöne Sitten sollten vereinen!

 

 

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Das Moor der Miasmen

1. Dezember 2013 at 18:33

DAS MOOR DER MIASMEN – Oder wie ich mich aus den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen kann

 

Kein Tag vergeht, ohne dass wir von schlechten Nachrichten und von Horrorbildern oder Schreckensberichten aus allen Bereichen des Lebens überschwemmt werden. Das faulige Wasser steht uns bis zum Hals. Man kann sich aus eigener Kraft aus diesem Seuchen-Sumpf der lähmenden Negativismen kaum noch retten.

   Weil uns dieser Tsunami der Destruktivität überrollt, haben wir gelernt, uns wegzuducken, Ausflüchte zu machen, nicht mehr hinzusehen oder hinzuhören oder hinzufühlen, wenn die kleinen und großen Katastrophen des Alltags uns umspülen.

   Wir können diese Vogel-Strauß-Politik für eine ganze Weile betreiben – und das tun wir ja auch. Aber irgendwann ist jedes System – selbst das natürlichste der Welt – mit soviel Ballast versehen, dass es im Morast versinkt. Und genau das tun wir zumindest partiell an jedem Tag: Wir versinken ein bisschen tiefer im Moor unserer Miasmen!

   Auch unser Temperament spielt eine Rolle beim individuellen Grad des Einsinkens, des Kopf-über-Wasser-haltens: Wir sind Choleriker und kämpfen gegen Systemlügen, Dummheit und Merkel; wir sind Sanguiniker und schreiben uns jede Form des Protests auf den Leib; wir sind Phlegmatiker und warten den nächsten Weltuntergang schicksalsergeben ab; wir sind Melancholiker und leiden mit jedem verendenden Wesen, mit jeder sterbenden Hoffnung und mit all den Menschen, die im Gegensatz zu Banken nicht rettungswürdig erscheinen. Unter uns wimmelt es von Zynikern, die den Menschen für eine bösartige Mutation der Natur halten; von Pessimisten, für die es lebenslang 5 vor 12 bleibt und von Optimisten, die zuversichtlich bis an ihr Lebensende beharren, dass Chemtrails, Krebs, Alzheimer, Industrienahrung und Regierungspolitik ihnen nichts anhaben können – was war da noch gleich mit den apokalyptischen Reitern???

   Der Ausweg aus der Misere ist ganz einfach. Die Rettung vor dem endgültigen Ertrinken im Moor besteht im Bewusstwerden, im Bewusstsein schaffen, im Schulen Eurer Feinfühligkeiten, im genauen Hinschauen, im besseren Ausbilden Eures gesamten Sinnessystems.

   Oh, ich höre schon die ersten Widersprüche: „Das ist viel zu schwer! Viel zu umfassend! Zu esoterisch! Zu irgendwas…“ Irrtum, Ihr Lieben! Gewahrwerden ist ganz einfach. Macht einfach das, was Ihr immer tut: Steht auf, putzt Euch die Zähne, frühstückt, geht zur Arbeit, arbeitet, macht Feierabend, fahrt heim, geht Euren Hobbies nach, gründet eine Familie, einen Verein, lebt. Aber tut all diese alltäglichen, einfachen Verrichtungen nicht wie eine Maschine. Ihr seid kein Roboter! Ihr habt Sinne. Ihr könnt riechen, schmecken, hören, fühlen und sehen. Ihr habt Witz und Courage. Ihr könnt empathisch sein. Ihr könnt Euch in Mitmenschen hinein versetzen. Ihr könnt Eurem Bauchgefühl folgen oder vertrauen lernen. Ihr könnt schöpferisch sein. Ihr könnt singen, sprechen, lachen, weinen, atmen, schreien, lesen, schreiben, lernen, Euch selbst überwinden, Angst empfinden und Ihr könnt alle Ängste überwinden.

   Wie jedem Problem, so wohnt auch jeder Angst die Lösung bereits inne. Ohne Lösung existieren weder Angst noch Problem.

   Ja, Ihr könnt alle Ängste überwinden. Manchmal reicht Eure eigene Kraft dazu nicht. Aber jeder Einzelne von Euch hat über sieben Milliarden Mitmenschen. Hilfe, Unterstützung und Ideenreichtum sind nicht weit und auch nicht unerreichbar. Macht Euch Eure Ängste ganz klar. Lernt sie kennen! Nur, wenn Ihr genau wisst und spürt und begreift, wer Euch aus welchem Grund womit Angst macht, nur dann könnt Ihr auch von Euch selbst erwarten, den Mut fassen zu können, diese Angst zu überwinden. Indem Ihr Euch selbst den Zweck, den Sinn und das Wesen dieser Euch aufgestülpten, aber individuell wahrgenommenen Ängste begreiflich macht, werdet Ihr im Laufe des Prozesses – zuerst unmerklich und später immer stärker spürbar – Ängste abbauen, angstfreier und schließlich befreit sein.

   Dieser Weg ist nicht mühsam. Und an seinem angstfreien Zwischenhalt wird Euch eine Kraft durchströmen, wie Ihr sie zuletzt vielleicht als Kind erlebt habt. Kinder kennen von Geburt aus keine Angst. Die lernen sie erst durch ihre Umwelt, ihre Sozialisation und durch die Reaktionen ihrer Mitmenschen kennen. Besinnt Euch auf Eure kindlichen Kräfte. Aus dieser Kraft schöpft Ihr den Mut und die Zuversicht und die Klarheit, Eure neue Welt zu gestalten. Wenn diese Kraft der Befreiung und des Erkennens Euch am Ende und am Neuanfang wie Euer eigenes Blut und Euer eigener Atem durchströmt, dann werdet Ihr Eure Ängste loslassen, weil Ihr erkennt, wer Euch aus welchem Grund und mit welchen Mitteln manipuliert und unterjocht hat.

   Bewusstsein schaffen ist leicht. Euer Unterbewusstsein enthält bereits alles, was dafür nötig ist. Alle Erfahrungen, sämtliche je gemachten Eindrücke sind gespeichert. Geht los und erinnert Euch:

– Nutzt Eure Sinne wieder bewusst!

– Gewinnt den Blick für die kleinen, kostbaren Augenblicke wieder.

– Erhascht das Besondere im Ozean des Alltäglichen.

– Was sagt Euer Nachbar? Und was meint er wirklich! Lernt hinzuhören!

– Hört Ihr das Rauschen der Blätter am Wegesrand?

– Riecht Ihr den Waldmeister im Frühlingswald?

– Schmeckt Ihr die Sonne im vollen Mehl oder im Wein?

– Spürt Ihr die Stimmung des geliebten Menschen?

– Lernt Euch selbst besser kennen!

– Was sagt mir mein Bauchgefühl?

– Wofür empfinde ich echte Leidenschaft?

– Kann ich meine Hingabe in Liebe verwandeln?

   Ihr müsst gar nichts tun, um Eure Ängste/Beklemmungen/Unfreiheiten zu überwinden. Macht weiter wie bisher, dann bleibt alles, wie es ist. Aber bedenkt, wie einfach die Veränderung sein kann. Ihr habt alle Fähigkeiten in Euch – egal wie arm oder reich oder klug oder schön Ihr seid. Ihr persönlich seid in jeder Sekunde Eures Seins in der Lage, Euer Dasein zu ändern, Euch zu besinnen. Ihr habt die Freiheit zu entscheiden! Und dabei schöpft Ihr aus dem Ozean Eurer Träume, Wünsche, Sehnsüchte, Pläne, Ziele, Gedanken und Eures Tuns. Vergesst niemals: Der längste Weg beginnt mit einem einzigen Schritt. Der höchste Berg besteht aus winzig kleinen Steinen, der tiefste Ozean aus Wassertropfen. Der unermesslichste Gedanke war irgendwann nichts weiter als ein Schwachstrom-Impuls – eine winzig kleine Idee. Der kühnste Held hatte eine Mutter. Wollt Ihr Veganer werden, fangt einfach an, weniger Fleisch zu essen. Wollt Ihr entgiften, werft als erstes Eure Zahnpasta weg. Wollt Ihr eine wahre Demokratie, hört auf, die Etablierten zu wählen. Wollt Ihr Gehör finden, redet mit Eurem Freund, Eurer Oma, Euren Kindern.

   Handelt sinnvoll, besinnt, mit all Euren offenen Sinnen! Beginnt im Kleinen. Begreift eine eigene, kleine Angst. (Nur wer die Schneeflocke achtet, wird die Lawine respektieren.) Wo kommt sie her? Wer hat sie mir auferlegt? Aus welchem Grund? Mit welcher Methode? Wie kann ich die Angst überwinden? Reicht das Erkennen? Will ich mich ihr stellen? Wie sieht die angstbesetzte Situation ohne Angst für mich aus? Spreche ich den Verursacher an? Weiche ich aus? Kann ich die Lähmung in Bewegungsenergie verwandeln? Gebe ich meiner Angst nach – lasse ich sie einfach zu? Kenne ich die Angst am Ende besser als sie mich?

   Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich doch heute mein Apfelbäumchen pflanzen.

   Wir sind das Volk – und wir lassen den Mächtigen Manipulatoren immer weniger Macht!